Sommercamp der DAV Familiengruppe im Böhmerwald

Von 1.bis 4.August war die Familiengruppe des DAV Pfarrkirchen unter Leitung von Karin und Axel Neuss an der österreichisch-tschechischen Grenze auf der Helfenberger Hütte. Die 27 Teilnehmer hatten ein erlebnisreiches langes Wochenende.

Los ging es am Donnerstag mit einem Besuch der „Villa Sinnenreich“ in Halsbach, wo jede Menge experimentiert und „be-griffen“ werden durfte. Alle 5 Sinne wurden auf die Probe gestellt. Es gab z.B. Kisten, in die man seine Arme stecken konnte und ohne die Hände zu sehen ein Papierboot falten sollte. Im Spiegelkabinett wurden die Kinder verhundertfacht. Am körpergroßen Nagelbrett konnten die Kinder ihre Konturen auf der Rückseite durch drucken. Kein Wunder also, dass die Zeit wie im Flug verging. Auch die Seilrutsche und das Balancebett im Garten des Museums wurden ausführlich getestet. Am Spätnachmittag erreichte die Gruppe dann das eigentliche Ziel: die Helfenberger Hütte, die malerisch am Waldrand auf einer Wiese gelegen ist. Unmittelbar hinter der Hütte verläuft die Grenze zwischen Österreich und der Tschechei. Im ehemaligen Grenzgebiet ist die Natur noch sehr unberührt so dass die Hütte von bunten Blumenwiesen und alten Wäldern umgeben ist und in ein Naturparadies eingebettet liegt. Gemeinsam wurde abends gegrillt und aus den mitgebrachten Salaten und Beilagen ein sehr abwechslungsreiches Buffet aufgebaut. Die sternenklare Nacht lud dazu ein, sich einen bequemen Liegeplatz vor der Hütte einzurichten und so lagen viele der Teilnehmer bis nach Mitternacht unterm Sternenzelt und bewunderten die immer zahlreicheren leuchtenden Himmelskörper. Auch einige Sternschnuppen wurden gesichtet. Der Rest der Gruppe saß am Lagerfeuer und sang bekannte Lieder. Es war also ein Sommerabend, wie er im Buche steht, der den Familien sicherlich lang im Gedächtnis bleibt.

Am Freitag wanderte die Gruppe durch den Böhmerwald an den Moldaustausee. Auf dem Weg entdeckten die Kinder und Eltern viel unberührte Natur. Besonders beeindruckt waren alle von den vielen farbenprächtigen Schmetterlingen, die die blühenden Disteln am Wegesrand umgaukelten. Aber auch am Kennenlernspiel, bei dem die Kinder und Jugendlichen in ganz neuen Gesprächsgruppen zusammengestellt wurden, hatten alle viel Spaß. Die Erfrischung im Moldaustausee war nach der langen Wanderung bei allen Kindern herzlich willkommen. Abends wurde gemeinsam gekocht und Spiele gespielt. Da hatte kein Teilnehmer Sehnsucht nach TV oder Handy. Im Alpenverein stehen Gemeinschafts- und Naturerlebnisse im Mittelpunkt. Um so schöner, wenn das in der Familiengruppe gleich die ganze Familie gemeinsam erleben darf.

Am Samstag stand dann eine Ruderbootsfahrt auf der Moldau bis in die tschechische Weltkulturerbe Stadt Krumau auf dem Programm. Die auftretenden Regenschauer konnte die Gruppe jeweils im Trockenen in einer überdachten Brotzeitstation und unter einer Brücke verbringen. Langweilig wurde es auch während der Zwangspausen nicht weil kurzerhand Spiele und Brotzeit gemacht wurden. Einstimmig waren allen Familiengruppenmitglieder der Meinung, dass die Bootstour großen Spaß gemacht hat. Praktisch ganz nebenbei haben die fünfer und sechser Gruppen in den Booten dabei gelernt, sich beim Rudern auf einander abzustimmen und so eine ganz eigene Gruppendynamik entwickelt. Ganz klar, dass da das ein oder andere Bootsrennen auf der 12 km langen Strecke veranstaltet worden ist. Nach der anstrengenden Ruderei hatten die Familien noch zwei Stunden Zeit, sich die malerischen Gassen und die Burg von Krumau anzusehen.

Am Sonntag wanderte die DAV Familiengruppe zum Abschluss noch einmal im Grenzgebiet im weglosen Gelände durch Wälder und blühende Wiesen. Die unberührte Landschaft beeindruckte alle Teilnehmer sehr, gibt es doch in der Gegen so gut wie keinen Feldbau und die Natur ist oft sich selbst überlassen und entsprechend wild und artenreich.

Selbstredend halfen alle zusammen, die Selbstversorgerhütte in einem ordentlichen Zustand zurückzugeben. Zum Abschluss wurden noch Spiele auf der Wiese vor dem Haus gemacht und jeder Teilnehmer durfte der Gruppe erzählen, welches Bild des Wochenendes er / sie sich dauerhaft im Gedächtnis abspeichert um eine schöne Erinnerung an die gemeinsame Zeit zu haben.

Die Familien hatten an diesen vier Tagen viel Spaß, tolle Gruppenerlebnisse, erfuhren viel Neues über die Natur und die fünf Sinne und genossen die Zeit mit der Familie und Freunden.

Text und Bilder Karin Neuss

 

 

Hinterlasse einen Kommentar

%d Bloggern gefällt das: